Krankenhaushygiene - Händedesinfektion schützt die Gesundheit!

Die Krankenhaushygiene ist eine zentrale Einrichtung des St. Elisabeth-Hospitals Herten. Es ist die Aufgabe der Krankenhaushygiene, die Gesundheit der Patienten und des Personals im Krankenhaus zu schützen.

 

Ziel der Hygiene ist es vor allem, die Übertragungvon Infektionserregern auf Patienten und das Personal sowie die daraus entstehenden Infektionen (nosokomiale Infektionen, "Krankenhausinfektionen") zu verhindern. Dieses Ziel bekommt insbesondere in Zeiten der Zunahme von resistenten Erregern, gegen die nur noch wenige Antibiotika wirksam sind, eine immer größere Bedeutung. Der wohl prominenteste Vertreter der resistenten Erreger ist MRSA (multi-resistenter Staphylococcus aureus).

 

Um Träger von MRSA-Keimen rechtzeitig zu erkennen, wird bei uns jeder Patient vor Aufnahme, oder im Notfall, direkt bei der Aufnahme mittels Rachen-/Nasenabstrich auf MRSA getestet. So wird MRSA frühzeitig festgestellt und kann ggf. vor einer geplanten Operation saniert werden.

 

Darüber hinaus sind wir aktives Mitglied im MRE-Netzwerk im Kreis Recklinghausen, dessen Ziel es ist, im Sinne eines Qualitätsverbundes gemeinsam das Auftreten und die Verbreitung von multiresistenten Erregern zu kontrollieren und zu verhindern.

 

Bei der Vielzahl medizinischer Behandlungen kann die Übertragung von Krankheitserregern zu großen Problemen führen. Gefährliche Keime sind das eine, die besonders empfindlichen, schwer kranken und teilweise auch alten Menschen das andere. Komplettiert wird das verhängnisvolle Trio durch geeignete Übertragungswege und hier spielen die Mitarbeiter eines Krankenhauses eine nicht unbedeutende Rolle.

 

Eine einfache und effektive Maßnahme zur Unterbrechung von Infektionswegen ist das gründliche Desinfizieren der Hände vor und nach jedem Patientenkontakt. Ein Schwerpunkt der Krankenhaushygiene ist es deshalb, die korrekte Befolgung (Compliance) der Händedesinfektion deutlich und nachhaltig zu erhöhen und auf diese Weise die Zahl der im Krankenhaus erworbenen Infektionen zu senken.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es eine Vielzahl von Desinfektionsmittelspendern in allen Bereichen, in jedem Patientenzimmer und auf der Intensivstation an jedem Bett. Das St. Elisabeth-Hospital nimmt deshalb auch an der "Aktion saubere Hände" teil.

 

Auf unserer Intensivstation, wo die schwerstkranken Patienten behandelt werden, haben wir ein Monitoringsystem (IHMoS) eingerichtet, das es ermöglicht, eine direkte Kontrolle der Händedesinfektions-Compliance durchzuführen. IHMoS ist unsichtbar und unbestechlich und durch die Aufzeichnungen des Systems kann individuell nachvollzogen werden,wie oft an welchem Bett und welchem Desinfektionsmittelspender eine Händedesinfektion durchgeführt wurde und wie viel Desinfektionsmittel dabei entnommen wurde. Die Ergebnisse werden direkt auf den PC der Hygienefachkraft übertragen, die auf Basis dieser Auswertungen schnell Rückschlüsse auf dieQualität der Händehygiene ziehen kann. Auftretende Unregelmäßigkeiten werden so unmittelbar lokalisiert, so dass gezielte Gegenmaßnahmen, wie z. B. Schulungen, eingeleitet werden können.

 

Weitere Aufgaben der Krankenhaushygiene zur Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von Infektionen im Krankenhaus sind u. a.:

 

• Die Erstellung und ständige Aktualisierung von Hygiene- und Desinfektionsplänen

 

• Die Durchführung von Hygienevisiten in allen Bereichen des Krankenhauses

 

• Die Überprüfung der Effektivität bestimmter Hygienemaßnahmen durch mikrobiologische und/oder physikalische Untersuchungen z. B. der Hände, Flächen, Desinfektionsgeräte, Sterilisatoren, des Wassers usw.

 

Sollte es doch einmal zu einem Infektionsgeschehen gekommen sein, wird dies nach dem KISS (Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) erfasst und in Zusammenarbeit mit dem NRZ (NationalesReferenzzentrum für Krankenhaushygiene) bewertet mit dem Ziel, Verbesserungen herbeizuführen. Dazu ist eine Hygienekommission eingesetzt, die unter der Leitung des ärztlichen Direktors, Dr. med. Götz Lauterbacher, viermal im Jahr tagt.

 

Um stets eine gute Patientenversorgung zu gewährleisten, ist die regelmäßige Durchführung von Schulungen des Personals zu speziellen Hygienethemen ein fester Bestandteil im Tätigkeitsfeld der Krankenhaushygiene.

 

In der Krankenhaushygiene beschäftigt sind: Maria Huesmann (Hygienefachkraft), Martin Hoffmann (Hygienefachkraft), Oberärztin Anja Peglow (hygienebeauftragte Ärztin), sowie weitere hygienebeauftragte Ärzte für jede Fachabteilung und 27 hygienebeauftragte Pflegekräfte.