Schwerpunkt Endoprothetik


 
Maurice Keller

Hüftgelenkswechsel-Operation


Lockerung einer zementierten Hüft- TEP


Wechsel auf einen Langschaft und auf eine Schraubpfanne


Bruch eines Prothesenschaftes


Wechsel auf einen modularen Schaft

Ein künstliches Hüftgelenk hat im Schnitt eine Standzeit von ca. 15 bis 20 Jahren. Abhängig ist die Haltbarkeit dieses unter anderem von der Verankerungsform (zementfrei / zementiert), von der knöchernen Substanz, vom Alter des Patienten aber auch vom Körpergewicht des Patienten und vom Aktivitätsniveau. Gründe für eine Wechseloperation können aber auch akute oder chronische Entzündungen des Gelenkes oder auch ein Verschleiß der Prothesenkomponenten sein. Je nach Größe der Schädigung am Knochen sind verschiedene Vorgehensweisen notwendig. Im Idealfall kann die gelockerte Prothese (mit oder ohne Zement) ohne große Knochenschädigung entfernt werden und durch eine Standardprothese bei tragfähigem Knochenlager ersetzt werden. Häufig ist dieses jedoch nicht mehr möglich, so dass auf modulare Komponenten zurückgegriffen werden muss, d.h. nach dem Baukasten-system eine Prothesenpfanne bzw. ein Prothesenschaft individuell zusammengestellt werden muss. Bei entsprechend großen Knochendefekten muß in der Regel noch zusätzlich Fremdknochen angelagert werden, um den knöchernen Einbau der Prothesenkomponenten zu gewährleisten. Dieser Fremdknochen wird im Rahmen von Hüft-Totalendoprothesen-operationen bei gesunden Patienten gewonnen, sterilisiert und in der hauseigenen Knochenbank gelagert. Unter Umständen ist auch der Einsatz von Kunstknochen vonnöten, der und selbstverständlich auch zur Verfügung steht.

In der Regel ist bei einer Prothesenlockerung bzw. Aufbrauch, ohne dass eine Infektion vorliegt, nur eine Operation vonnöten. Sollte allerdings schon auf Grund des klinischen Befundes und Blut-Befundes eine Protheseninfektion vor der Operation diagnostiziert worden sein oder sich bei der Operation Eiter finden, so sind unter Umständen mehrere Operationen notwendig unter Durchführung einer entsprechenden antibiotischen Therapie .

In Abhängigkeit von dem Operationsverfahren bzw. der Größe der Defekte ist dann nach der Operation eine Teilbelastung oder Entlastung des betroffenen Beines einzuhalten – natürlich unter entsprechender Betreuung der Physiotherapeuten der Klinik. Zur Klärung möglicher nachstationärer Rehabilitationsverfahren oder auch der häuslichen Situation erfolgt schon frühzeitig die Konsultation des Sozialdienstes der Klinik.

 

 

 

Aufgrund unserer hohen Operationszahl im Bereich der Primärversorgung von Coxarthrosen und der erheblichen Erfahrung in der Wechselorthopädie, sind wir in der Lage auch schwierige Situationen zu meistern.
Uns stehen dazu verschiedenen Revisionsprothesentypen für die Pfanne und den Schaft zur Verfügung. Des Weiteren haben wir, als eine der wenigen Kliniken im Umkreis, eine eigene Knochenbank und können somit auch große Knochendefekte im Rahmen einer Wechseloperation auffüllen. Dies hat den Vorteil, dass mittelfristig neuer Knochen gebildet wird und damit die Stabilität der Implantate erhöht wird.