Hernienchirurgie

Hernien sind Bauchwandbrüche, die häufig durch zu schweres Heben, chronischen Husten, Gewichtszunahme zum Beispiel in der Schwangerschaft oder eine Schwäche des Bindegewebes begünstigt werden. Meistens fangen die Beschwerden mit einer Beule am Bauch oder in der Leiste an. Manchmal kommen Schmerzen hinzu und spätestens dann sollte der Betroffene einen Arzt aufsuchen. Brüche der Bauchwand bilden sich im Erwachsenenalter nicht von alleine zurück und müssen meistens operativ versorgt werden. Denn durch den Bruch können innere Gewebe eingeklemmt werden, so dass es zum Beispiel zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss kommen kann. Der rechtzeitige Gang zum Arzt ist deswegen wichtig.

 

Zunächst steht die zielgerichtete Diagnostik im Vordergrund. Dabei sind bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder die Computertomographie notwendig. Danach gibt der Chirurg eine Behandlungsempfehlung für die optimale Operationsmethode. Hierbei sind konventionelle, also offen-chirurgische, und auch minimal-invasive Verfahren möglich.

 

Im St. Elisabeth-Hospital bieten wir die komplette Bandbreite der Hernienchirurgie an. Für eine besonders hohe Erfolgsrate sorgen wir bereits vor der OP mit Hilfe einer speziellen Computertomographie. Auf den Bildern können wir die Bruchgegebenheiten sehr genau definieren und die Bruchpforte exakt ausmessen. Abhängig vom Befund wird ggf. eine Netzeinlage zur Bauchwandverstärkung notwendig sein. Für jeden Patienten wird so ganz individuell eine spezielle Therapie ausgemacht. Die Klinik steht aufgrund der exzellenten Versorgung von Bauchwandbrüchen kurz vor der Verleihung des "DHG-Siegel Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“ und wird so ständig von externen Zertifizierungsstellen in seiner Qualität überprüft.

 

Hier ein Überblick über die Verfahren:

Die offene Operationstechnik ohne Netz
Diese Form der Hernienoperation kommt bei Kindern, Jugendlichen und bei sehr kleinen Brüchen zum Einsatz. Der Verschluss der Lücke wird mit körpereigenem Gewebe ohne Netzeinlage durchgeführt.

Die offene Operationstechnik mit Netz
Bei einer Bauchwandhernien-Operation sorgt das eingebrachte Netz für zusätzliche Stabilität und senkt die Rückfallquote.

Die minimalinvasive Operationstechnik mit Netz
Bauchwandbrüche wie zum Beispiel der Leistenbruch können minimalinvasiv versorgt werden. Zum Verschluss der Bruchlücke wird das Netz zwischen Bauchfell und Bauchmuskulatur gelegt. Auch große Narben- und Nabelbrüche können minimalinvasiv versorgt werden. Es wird das Netz von innen über die Bruchlücke der Bauchwand gelegt und die Bauchpforte so sicher verschlossen.

 

Sprechstunde:
mittwochs ab 12.00 Uhr